Arbeitssicherheit im Büro

Im Büro lauern etliche Gefahren für die Beschäftigten und jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, eine umfassende Gefährdungsanalyse durchzuführen. Das Büromaterial wird hinsichtlich des Gefährdungspotenzials untersucht und daraus die Maßnahmen abgeleitet, um das Unfallrisiko im Tagesgeschäft zu minimieren.

Gefährdungsquellen im Büro

Als Gefährdungsquellen werden ungeschützte bewegte Maschinenteile, wie Aktenvernichter oder Hebelschneider, sowie alle Gegenstände mit gefährlichen Oberflächen, z. B. Ecken und Kanten der Einrichtungsgegenstände, Brieföffner, Scheren bzw. Messer, Klammerer und Locher eingestuft. Darüber hinaus wird das Mobiliar, mit dem Roll-, Gleit- und Kippbewegungen möglich sind, bei unsachgemäßer Verwendung zu einem Risikofaktor. Dazu gehören beispielsweise Drehstühle, Rollcontainer, Roll-Leiter und Roll-Tritt, gewöhnliche Stühle, Leitern und Regale.

Gesundheitsbelastungen ausschließen

Eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsbelastung stellen der Tonerstaub sowie feste, flüssige, gas- und dampfförmige Gefahrstoffe, die u. a. in den Korrekturflüssigkeiten (Tipp-Ex), PC-Bildschirmreiniger oder Insektenvernichtern enthalten sind.

Die erhöhte Belastung durch Tonerstaub wird durch regelmäßige Wartung der Laserdrucker und Faxgeräte verhindert. Die Verunreinigungen der Haut sind umgehend zu entfernen. Den besten Schutz vor Gefahrstoffen bietet aber nach wie vor der pflegliche und umsichtige Umgang mit dem Büromaterial.

Stolperstellen und Hindernisse

Hinzu kommt, dass die Arbeits- und Verkehrswege häufig von Stolperstellen und Hindernisse durch herumliegende Gegenstände und Büromaterial blockiert sind. Offene Schubladen/Schranktüren und frei über den Boden verlegte Verlängerungs- bzw. Anschlussleitungen stellen ebenfalls eine potenzielle Unfallgefahr dar.

Das Büromaterial ist bestimmungsgemäß und mit entsprechender Vorsicht zu benutzen. Insbesondere sind die ggf. vorhandene Bedienungsanleitungen zu beachten und zu befolgen. Schranktüren und Schubläden sollen nicht offen stehen, da sie ansonsten zu tückischen Stolperfallen werden. Mängel an den Einrichtungsgegenständen sind umgehend zu melden, damit sie repariert oder ausgetauscht werden. Stühle sind auf keinen Fall als Leiter zu benutzen, dafür stehen die (Roll)Tritte oder geeignete Leitern zur Verfügung. Das Unfallrisiko wird bereits dadurch reduziert, wenn die Beschäftigten nicht auf der Kante sitzen, sondern die Sitzfläche maximal ausnutzen.

Gesunder Menschenverstand senkt Unfallrisiko

Das Unfallrisiko wird des Weiteren durch freie Bewegungsflächen, gesicherte Verlängerungs- und Anschlussleitungen, freie Sicht beim Tragen von Akten und die Vermeidung der Überlastung von Regalen deutlich gesenkt. Die Unfallverhütung im Büro ist stets eine Frage des gesunden Menschenverstandes.

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